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Eine Traumgeburt, wie sie nicht schöner sein kann.
Unsere Uraja, die werdende Mama läuft seit Tagen unruhig umher, und weiß, das ihr bald eine anstrengende Zeit bevor steht. Doch es sind immerhin noch drei Tage bis zum errechneten Geburtstermin. Wir waren uns zuerst etwas unsicher ob es denn überhaupt geklappt hat, da unser Rüde Asso ja nur einmal Liebe gemacht hat, obwohl sie den ganzen Tag zusammen waren. Das Traumpaar 2007! ;-) Doch um endgültige Sicherheit zu bekommen machten mir eine Röntgenaufnahme beim Tierarzt. Und wer sagt`s denn, wir sahen sechs kleine etwa 10-15 cm große Knochenstrukturen der Welpenbabys. Natürlich haben wir uns schon wieder Wochen zuvor auf eine Geburt eingestellt, und alles vorbereitet. Es macht ja auch Spaß! Und das obwohl wir etwas zweifelten. Doch Asso scheint als erfahrener Deckrüde genau zu wissen wann es sich lohnt seine Energie einzusetzen. Die Freude war Riesengroß. Wir werden Eltern! Freu! naja nicht ganz, aber fast! Ich konnte mir seitdem das grinsen aus meinem Gesicht nicht mehr verkneifen. Alle Freunde und Bekannte freuten sich mit uns, und wünschten uns viel Glück bei der Geburt, und der Aufzucht. Das kann nie schaden, denn es kann immer etwas schief gehen, und die Gesundheit unserer Mutterhündin steht trotz allem im Vordergrund. Uraja hat heftig zugenommen, also mußte da schon was sein, und es wäre schlimm wenn da nur Luft ist. Aber so eine Scheinschwangerschaft bringt ja auch alle typischen Symptome einer Trächtigkeit mit sich. Doch zum Glück werden wir Zieheltern, und sind mächtig stolz auf die werdende Mutter. Es ist schon unglaublich, wie so eine bevorstehende Geburt das Leben versüßen kann. Es wird wieder nur noch von Babys, Welpen, und mögliche Namen gesprochen. Jedes Familienmitglied macht einen Vorschlag. Selbst unsere Frankenelobesitzer rufen an und geben ihren Favoritennamen durch. Aber meist ist es so, das die ausgesuchten Hundenamen dann irgendwie nicht mehr passen, wenn die kleinen da sind. Es ist immer so eine Spontanentscheidung die sich unmittelbar nach der Geburt ergibt.
Nun will ich Ihnen ein wenig von
unserer Traumgeburt erzählen:
Es ist Mittwoch der 16. Mai Früh am Morgen 5.00 Uhr. Die Zeit in dem ich normalerweise aus dem Bett krieche, und mich über die schlafenden Hunde zum Bad vorarbeite. Es ist nichts anders, und alle drei liegen entspannt am kühlen Boden im Flur. Auch Uraja macht keinen Mucks, und rührt sich keinen Zentimeter. Also scheint heute ein ganz normaler Tag zu werden, (dachte ich). Aus dem Badezimmer zur Kaffeetheke und einen Wachmacher vorbereitet, ging ich dann meinen täglichen Ritualen nach. Wassernäpfe auffüllen, und unser Trio mal schnell in den Garten lassen, um unsere Pflegehunde Don und Holly, die beiden Eurasier zu empfangen. Pünktlich wie immer kommen die zwei auch schon entgegen gerannt um die Hunde und mich zu begrüßen. Es dauert etwas bis sich das Pärchen wieder beruhigt. Schließlich waren sie ja schon Gassi und haben die Morgenzeitung in der Wiese und auf den Gehwegen lesen dürfen. Asso bleibt meist liegen, und lässt sein Rudel die Freude die Begrüßungszeremonie zu Ende zu bringen. Nun legt sich alles wieder auf seinen Platz, einschließlich Herrchen mit seiner Tasse Kaffee und einem Frühstückchen. Uraja liegt neben mir und ich beobachte ihre Atmung ob sich vielleicht im Laufe des Tages etwas tut. Uri schnarcht wie gewohnt und geniest die morgendliche Ruhe. 6.00 Uhr ist es mittlerweile geworden, und Zeit einen gemütlichen Spaziergang in Angriff zu nehmen. Ich steh auf, und das klimpern des Autoschlüssels ist das Zeichen für den Startschuss zum Gassi gehen. Ohne viel Worte verlasse ich das Haus und lass Dea und Asso ins Auto springen. Prinzessin Uraja vom Merlsheimer Schloss wird natürlich gehoben versteht sich. Das hat sie relativ schnell verstanden, und wartet auch geduldig bis ich sie hoch hebe. Don und Holly bleiben uninteressiert auf ihrem Platz liegen, und warten bis ich wieder da bin. Auf einer unseren Stammwiesen und Gassitour nahe des Waldes geht es dann wie gewohnt zum alltäglichen Morgensport. Erst einmal wird ein geeigneter Platz gesucht sich zu entleeren. Vorher geht gar nichts. Da zeigt auch keiner der Elos Interesse an irgend einer sportlichen Betätigung. Doch schon nach 15 Minuten hat jedes Familienhundemitglied sein Geschäft verrichtet, und schon wird gerannt und gespielt. Stöckchen geholt, und getobt. Aber Uraja entfernt sich kaum von mir weg, und trottet mir hinterher. Da ein bisschen geschnuffelt, und dort ein wenig am Grashalm geknabbert. Obwohl Asso und Dea nur so durch die Felder hetzen bleibt Uraja ganz ruhig und locker neben mir. Kaum das Auto wieder in Sichtweite, bewegt Uraja sich etwas schneller, und will wieder Heim. Auch die anderen beiden Hunde rennen in Richtung Fahrzeug und warten bis sich das trottelige Herrchen endlich wieder am Abfahrtsort einfindet. Wir fahren wieder nach Hause, und alle warten, das auch sie ihr Frühstückchen bekommen. 6.45 Uhr, ich mach noch fix eine kleine Portion für jeden zusammen, und füttere unsere Drei. Don und Holly haben bereits gefrühstückt, und dürfen zuhören, und zusehen wie geschmatzt wird. Das lässt die Beiden relativ gelassen. Heute passiert mit Sicherheit nichts, und ich kann getrost meiner Beschäftigung nachgehen. Mein Arbeitgeber weiß Bescheid, das ich kurzfristig bei einer Geburt zu Hause bleibe. Doch kein Anzeichen! Und ich bin ohnehin um 12.00 Uhr wieder daheim. meine Tochter Lisa verlässt nach mir das Haus, und verteilt die Hunde so, das sich jeder in Ruhe zurückziehen kann. Vor allem unsere zwei Rüden lassen wir für die Zeit des alleine seins nicht zusammen. Uraja darf im Schlafzimmer gemeinsam mit Dea bleiben. Dort haben wir auch die Wurfhöhle vorbereitet. Meine Tochter füllt bevor sie geht noch mal alle Wassernäpfe mit frischen Wasser auf, und geht dann um 7.30 Uhr zur Schule. Irgendwie bin ich unruhig, und kann es kaum glauben das Uri genau nach 63 Tagen wie im Hundebuch beschrieben pünktlich ihre Babys bekommen soll. Mmmh... ich fahr lieber doch noch mal Heim, dachte ich. Um 9.30 Uhr in der Frühstückspause bin ich dann wieder nach Lonnerstadt zurückgefahren, um mein Gewissen zu beruhigen. Zum Glück bin ich nur 2 Kilometer von zu Hause entfernt, und sehr schnell wieder daheim. Ich mach die Tür auf, und alles ist wie gewohnt. Unsere Hunde liefen mir entgegen und begrüßten mich, Uraja grunzt immer wenn sie sich freut. und das machte sie nun auch. Also nichts außergewöhnliches. Wieder alle beruhigt, und ab ins Geschäft. !0.30 Uhr. Und wieder durchströmt mich ein ungutes Gefühl. Aber es kann ja gar nichts sein. Es war doch alles in Ordnung. Ich habe ja nur noch 90 Minuten zu arbeiten, dann bin ich wieder bei Uri. Es ist schon seltsam, das ich so eine innerliche Unruhe habe. Die Mensch-Hund- Beziehung scheint perfekt zu passen, denn ich mußte einfach gehen. Ich konnte mich nicht konzentrieren, und war gedanklich schon zu Hause. Morgen ist Feiertag, Herrentag, oder vielleicht Muttertag, Hundemuttertag, dachte ich. Meinen Gedanken zu Ende gedacht und ein Blick auf die Uhr, sagte mir, ich muss wech! Es war zwar erst halb zwölf, doch obwohl noch viel zu tun war konnte ich gehen. Ich bin Froh, das ich so verständnisvolle Kollegen habe, die meine Arbeit noch zu Ende brachten. Wieder in der Hauptstrasse angekommen, hörte ich schon durchs geöffnete Fenster Uris fiepen und grunzen. Nein, es ist noch nicht so weit. Uraja kann auch fiepen! Endlich da, und Urlaub! Jetzt kann nichts mehr passieren. Ich setzte mich auf den Boden, und alle drängelten sich an mich, um gestreichelt zu werden. Nur eine nicht. Uri sitzt mit etwas Abstand da und hechelt mit geöffneten Maul. 12.30 Uhr. Ich geh mit Mama Uri noch etwas spazieren. Durchfall! Auweh! Jetzt ist es soweit, das ist die Aufregung. Ich war auch schein mehrere Male, ganz nebenbei bemerkt. Aber das interessiert ja keinen. :-))
Wieder Zuhause nahm ich noch mal die
Temperatur von Uraja um sicher zu gehen das alles den normalen Verlauf
einer Geburt anzeigt. Die normale Temperatur beim Hund liegt etwa bei
38-39 Grad. Also deutlich höher als beim Menschen. Und Uraja hat eine
Temperatur von 37 Grad, also ein Zeichen, das es Heute Nacht eine lange
Nacht sein wird. wir messen alle 5 Stunden, und halten dies auch
schriftlich fest. Temperaturschwankungen sind ganz normal, und bedarf
keiner Besorgnis. Jetzt wird es aufregend, und die Eröffnungsphase hat
begonnen. Die Welpen werden nun in den Gebärmutterbereich gedrückt und
zur endgültigen Geburt vorbereitet, dazu muss Uraja schön Atmen und
hecheln, so das jeder einzelne Welpe im Geburtskanal liegt. Das kann bis
zu 12 Stunden dauern, und erfordert jetzt schon viel Anstrengung für die
Hündin. Der schleimige weiße Ausfluss ist völlig normal den Uraja jetzt
absondert. Der komplette Geburtsverlauf wird weitgehend durch das Hormon
Oxytocin ausgelöst, und genau dieses Hormon ist auch für den
Milcheinschuss verantwortlich. Die Welpen liegen in zwei
schlangenförmigen Gebärmutterhörnern und warten darauf durch
Muskelspannungen in den Uterus gedrückt zu werden. Dies erfordert
natürlich Geduld und vor allem Zeit. Die Kontraktionen der Muskeln sind
nicht steuerbar, so muss Uri sich voll und ganz auf ihren Körper
verlassen können. Beim Hecheln in der Eröffnungsphase werden
etwa 100 bis 120 Atemzüge pro Minute gemessen. Die Eröffnungswehen haben
unsere Föten in die hoffentlich richtige Position zum Gebären gebracht.
Es ist mittlerweile 17.00 Uhr. Ich habe durch gutes Zureden und
streicheln der Hunde die Zeit vergessen. Lisa ist auch eingetroffen, und
sitzt mit mir gemeinsam vor der Welpenhöhle im Schlafzimmer. Wir
unterhalten uns über die vergangenen Würfe, und welche Komplikationen
doch bei einer Geburt auftreten können. Man darf gar nicht darüber
nachdenken, sonst wird man ja ganz verrückt. Ulla (Uri) wir gehen noch
mal Gassi, und damit meine ich uns. ;-) Bewegung ist jetzt wichtig, und
erleichtert den Geburtsprozess um ein vielfaches. Doch ich muss sie
wirklich zwingen. Die kleine Princess mag nicht, aber was sein
muss muss sein. Das Wetter macht uns auch zu schaffen. Erst Heiß dann
kalt, dann wieder Heiß. Das passt Uri bestimmt überhaupt nicht. Komm
Lisa wir gehen noch mal alles durch, sagte ich und mir viel urplötzlich
ein, das unser Tierarzt vielleicht nicht zu Hause sein könnte. Doch ein
Anruf klärte auf, das er im Notfall in fünf Minuten da sein kann.
Schere, Garn, Vaseline, Öl, sterile Handschuhe, Sagrotanlösung, Brandy,
Welpenmilch, Pipette, Wärmflasche, Oxytocinspritze, Babyflasche, Waage,
genug Tücher, Hände sauber, Fingernägel geschnitten. Ja alles da! Und
obwohl ich dies alles schon zum Hundertsten Mal durchgegangen bin, wird
es noch mal kontrolliert. Jedes mal das gleiche Ritual. 19.30 Uhr.
Eigentlich müsste ich Hunger haben, aber ich bring nichts rein.
Ura hat sich etwas beruhigt, und sitzt in ihrem Lager. Sie weiß das sie
hier ihre Welpen zur Welt bringen wird. Unsere Haustür ist offen, doch
Uri bleibt wie eine Zecke auf ihrem Platz. Fieber messen, und Kontrolle
der Vulva, alles im grünen Bereich. Ob es für unser Nesthäkchen genauso
schlimm ist? ;-) Ich versuche mir mit einem Buch etwas die Zeit zu
vertreiben. Doch was ich da gelesen habe, weiß ich jetzt nicht mehr,
ehrlich gesagt. Viele einzelne Wörter müssen es gewesen sein. Ich hatte
keinerlei Aufnahmefähigkeit. Man denkt ja immer das genau das eintrifft,
wovon man mal irgendwo gelesen oder gehört hat. Und das die Hündin bei
der Geburt gestorben ist. Die Gedanken fliegen einem immer durch den
Kopf. Ach Uri, auf was wartest du denn? Komm meine Kleine wir kriegen
das schon hin. Ich bin bei dir, und du brauchst keine Angst zu haben.
Ich mach das schon. Es wird alles gut sagte ich zu Ihr, und fragte mich:
wird es das? Dann 21.00 Uhr. Uraja meldet sich mit grunzen und gequicke,
es kommt jemand, auf den sie scheinbar gewartet hat. Es ist Daniela
meine Partnerin, die von der Arbeit nach Hause kommt. Ich bin froh das
sie da ist um mich bei der langen Nacht zu unterstützen. Erst einmal
werden die Hunde begrüßt, dann ich, wie sich das für einen Hundefreund
gehört. Ich sag, kannst gleich bei Uri bleiben, dann geh ich erst mal
eine rauchen, und trink nen Kaffee. Ja mach das sagte sie und verstaute
schnell noch ihre Sachen. Dann setzte sie sich vor die Wurfhöhle und
redete auf Uraja liebevoll ein. Ich denke obwohl sie das heute den
ganzen Tag schon von mir gehört hat, beruhigte das unsere Uraja sehr.
Mir war klar geworden, das auf was Uri gewartet hat, war eine Sie und
heißt Daniela. Ich merkte das Uraja tatsächlich gewartet haben muss, sie
war sichtlich ruhiger geworden. Oder hat es sich sprichwörtlich
übertragen? Ich hatte ja auch gehofft, das Daniela da ist wenn es los
geht. Ich sitze bei meiner Tasse Kaffee in der Küche, als mich plötzlich
und völlig unerwartet ein, Schaaatz aus dem Gedankenfluss schmiss, und
ich schnell zu Uri und ihrem Frauchen eilte. Da war es auch schon
soweit. Nicht einen Mucks hatte ich in die Küche gehört, obwohl es nur
ein paar Meter auseinander liegt. Ich hörte nur noch das schlabbern beim
verzehren der Fruchthülle. Fix Hände waschen und desinfizieren, dann bin
ich da sagte ich. Als ich zurück kam hatte Daniela bereits den Wurm auf
den Arm und rubbelte ihn trocken. Ihn! genau ein Junge ist geboren. Nun
welcher Name passt? Gizzmo? nee! Garfield? mmh.. passt irgendwie nicht.
Wir haben uns für Gonzo
Bitte verzeihen Sie mir alle Rechtschreibfehler und Grammatikkatastrophen. Sollten Sie jedoch glauben Sie müssten meine Ausführungen verbessern. So können Sie das gerne tun und mir den kompletten Text in einer Word Datei zuschicken. Danke! Hier finden Sie ein paar Hintergrundinformationen von den stolzen Eltern!
Hier gehts weiter zu den einzelnen Welpenbildern ab der ersten Woche
Durch klicken auf das jeweilige Bild sehen Sie eine Vergrößerung der Fotos.
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