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Verlangsamen von Bewegungen
Ein Beschwichtigungssignal, welches man unter
anderem auch oft auf dem Hundeplatz beobachten kann.
Gerade Elos sind sehr sensible Hunde, und wenn der
Hundeführer (bewusst oder unbewusst) zu viel Druck
macht, kommt es oft vor, dass der Hund dann alles
nur noch im Schneckentempo ausführt. Das ist
keineswegs Sturheit, Trotz oder Ungehorsam!
 
Erstarren
Um Ihr Gegenüber zu beschwichtigen, erstarren manche
Hunde in einer Position und frieren regelrecht ein.
Dieses Signal wird häufig missverstanden, vor allem,
wenn es der Hund gegenüber seinem Herrn zeigt, der
voll Zorn oder Aggression ein Kommando gibt. Nicht
selten wird der Hund dann nämlich erstarren und es
sieht so aus, als hätte er gar nichts gehört. Das
hat in diesem Fall aber nichts mit Ungehorsam zu
tun! Ihr Hund versucht Ihren Ärger zu
beschwichtigen; hören Sie auf bedrohlich zu wirken,
löst sich der Hund aus seiner Erstarrung und folgt.
Einen Bogen laufen
Hunde gehen normalerweise nicht direkt aufeinander
zu, sondern machen einen kleinen Bogen, bevor sie
sich beschnüffeln. Das ist auch der Grund, warum
viele Hunde so unsicher und verteidigungsbereit
sind, wenn sie durch die Leine gezwungen sind, "bei
Fuss" geradewegs an einem anderen Hund
vorbeizugehen.
Wenn Sie einem fremden Hund begegnen oder Ihren Elo
"einfangen" wollen, empfiehlt es sich, dass Sie
selbst einen Bogen schlagen, um dem Hund zu
signalisieren, dass sie friedliche Absichten haben.
Am Boden schnüffeln
Natürlich schnüffeln alle Hunde gern am Boden, ganz
einfach um "Zeitung zu lesen". Aber das Schnüffeln
wird auch als Beschwichtigungssignal verwendet. Wer
genau beobachtet, kann sehen, dass in manchen Fällen
der Hund eifrig am Boden schnuppert, während die
Augen aufmerksam das verfolgen, was der Hund zu
beschwichtigen versucht - z.B. ein anderer Hund.
 
Der praktische Nutzen—Ein besseres Verständnis
Wenn Sie die Beschwichtigungssignale Ihres Hundes
beobachten und verstehen lernen, erhalten sie zu
jeder Zeit Auskunft über seine Gefühlslage. Während
Hunde unter ihresgleichen auf diesem Wege
miteinander kommunizieren, kann der Umgang mit
Menschen für den Hund sehr frustrierend sein. Er
teilt uns seine Befindlichkeit mit und wir antworten
ihm nicht, schlimmer noch: oft wird er sogar aus
Unwissenheit bestraft, wenn er Calming Signals
zeigt.
Sie können Beschwichtigungssignale auch selbst
einsetzen!
Wer auf Beschwichtigungssignale achtet und seinem
Hund aus ihn beunruhigenden Situationen heraushilft,
kann vielen Problemen vorbeugen. Wird Ihr Hund z.B.
von einem Kind bedrängt und sendet diese Signale
aus, sollten Sie ihn aus dieser Lage befreien. Bevor
ein Hund in solchen Situationen knurrt oder gar
schnappt, hat er bestimmt schon lange vorher Calming
Signals gezeigt, die aber nicht beachtet wurden.
   
Einen unsicheren Hund können Sie beruhigen, indem
Sie nicht direkt auf ihn zugehen, sich zur Seite
drehen, ihm nicht direkt in die Augen schauen. Auch
das Gähnen und Züngeln können Sie selbst anwenden,
Ihr Hund wird Sie verstehen (auch wenn es auf Ihre
Mitmenschen etwas komisch erscheinen mag).
Hat Ihr Hund Probleme mit Artgenossen, können Sie
ihm helfen, indem Sie bei Begegnungen mit anderen
Hunden mit ihm einen Bogen um diese herum schlagen.
Natürlich konnten auf dieser Seite die
Beschwichtigungssignale nur kurz angerissen
werden. Für mehr Informationen empfehle ich
wirklich jedem Halter das Buch oder Video von
Turid Rugaas.
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