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Hundeschule
Um bei
der Erziehung Ihres Hundes erfolgreich sein zu
können müssen Sie zwei "Sprachen" beherrschen, die
auch Ihr Hund "spricht" bzw. dies lernen wird.
Ihre
Stimme:
Benutzen für jedes Kommando immer dieselben Worte.
Nicht einmal "Platz" und ein anderes mal "Leg dich
hin".
Sprechen Sie ruhig und freundlich und schreien Sie
Ihren Hund nie an, denn er kann auch die leisesten
Laute von Ihnen viel besser hören als Sie selbst.
So kann
der Hund das von ihm Verlangte, sobald er es
eingeübt hat, auch wieder selbständig ausführen,
denn er prägt sich die Kommandos ein und verbindet
mit ihnen die Ausführung des Erlernten.
Vermeiden Sie es ihrem Hund lange Sätze zu erzählen
wie etwa: "Ich hab doch gesagt dass du Platz machen
sollst!", denn damit kann er nichts anfangen, ihm
fehlt die Gabe die einzelnen Worte aufzunehmen und
richtig umzusetzen.
Ihre
Gestik:
Sie ist für Ihren Hund von großer Bedeutung um die
Kommandos zu verstehen.
Für Sie bedeutet das, dass Sie bei jedem Kommando
gleichzeitig ein "Sichtzeichen" und damit eine
Hilfestellung geben. So lernt der Hund schneller
Ihre Worte zu verstehen und führt die Kommandos
irgendwann auch ohne die Sprache aus.
Achten Sie auch darauf, für jedes Kommando ein
eigenes Handzeichen zu benutzen.
Wichtige Anmerkung:
Ein Hund lernt am schnellsten, wenn er das Lernen
mit etwas angenehmen verbindet.
Sie sollten aus diesem Grund jede Übung mit einem
"Erfolg" abschließen. Wird zum Ende hin eine Übung
nicht korrekt ausgeführt, vielleicht weil sie schon
zu lange geübt haben, so schließen Sie immer mit
einer Übung ab, welche Ihr Hund ganz bestimmt
beherrscht, damit Sie immer die Übungen mit einem
Erfolg abgeschlossen haben. Wenn Sie eine Übung
abbrechen, so wird hat dem Hund negativ in
Erinnerung bleiben und bei der nächsten Übungsstunde
wird er sich daran erinnern.
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Komando
Sitz
Aussprache:
Das Kommando "Sitz" wird ruhig und lang
ausgesprochen. Betonung auf das "i".
Ausführung:
Halten Sie sich an die unten angewandte Reihenfolge
um das Ziel am schnellsten zu erreichen. Und achten
Sie darauf den nächsten Schritt erst auszuführen,
wenn der vorherige geklappt hat. Üben Sie nie länger
als 10 Minuten, denn dann lässt die Konzentration
des Hundes nach und es ist Zeit für eine
Spieleinheit.
Schritt
1:
Zuerst
stellen Sie sich mit einem Leckeri vor Ihren Hund.
Heben Sie das Leckerli nach oben (und zwar so hoch,
dass der Hund nicht durch Hochspringen drankommt)
und der Hund wird sich hinsetzen, da ihm das längere
Anheben des Kopfes im Stehen zu schwer fällt.
Wichtig ist vor allem, dass Sie dem Hund das
Kommando "Sitz" im gleichen Moment geben, wenn er
sich hinsetzt.
Halten Sie das Leckerli am Besten so in Ihrer Hand,
dass Sie den Zeigefinger noch nach oben strecken
können, um den Hund damit auch das benötigte
Sichtzeichen zu geben.
Wenn sich Ihr Hund gesetzt hat, loben Sie ihn mit
Worten wie "fein gemacht" oder "so ist es brav" und
geben Sie ihm sein Leckerli.
Schritt
2:
Laufen
Sie mit Ihrem angeleinten Hund auf der linken Seite
einige Schritte geradeaus und halten Sie die Leine
in der rechten Hand.
Bleiben Sie stehen und drücken Sie den Hund mit
Ihrer linken Hand und leichtem Druck auf sein
Hinterteil nach unten, während Sie die Leine mit der
rechten Hand nach oben ziehen und gleichzeitig das
Kommando: "Sitz" geben.
Ihr Hund sollte sich dann hinsetzen und wird von
Ihnen mit einem Leckerli und durch die Stimme
gelobt.
Sollte er sich Ihrem Druck mit der Hand widersetzen,
dann fahren Sie mit Ihrer linken Hand in seine
Kniekehle und drücken diese leicht nach vorne.
Sobald das Loben ausgeführt wurde gehen Sie mit dem
Kommando: "Fuß" und Ihrem Hund an der linken Seite
wieder ein paar Schritte, bevor Sie die Übung
wiederholen.
Schritt
3:
Laufen
Sie wieder mit Ihrem angeleinten Hund auf der linken
Seite mit dem Kommando: "Fuß" los und bleiben Sie
nach ca. 10 Schritten stehen. Ziehen Sie die Leine
dabei mit einem kleinen Ruck nach oben und geben Sie
das Kommando: "Sitz".
Daraufhin soll sich der Hund setzen und wird mit der
Stimme gelobt. Wiederholen Sie auch diese Übung
solange, bis der Hund sie beherrscht und Fehlerfrei
ausführt.
Ziel:
Das Ziel sollte sein, dass der Hund sich mit dem
Kommando Sitz in eine Ruheposition versetzen läßt um
ihn etwa anzuleinen, zum Stehenbleiben an der Straße
oder sonst wo.
nach
oben!
Komando
Platz
Aussprache:
Das Kommando "Platz" wird hart und kurz
ausgesprochen. Betonung auf das "a".
Ausführung:
Voraussetzung für dieses Kommando ist das
beherrschen des Kommandos Sitz. Halten Sie sich an
die unten angewandte Reihenfolge um das Ziel am
schnellsten zu erreichen. Und achten Sie darauf den
nächsten Schritt erst auszuführen, wenn der
vorherige geklappt hat. Üben Sie nie länger als 10
Minuten, denn dann lässt die Konzentration des
Hundes nach und es ist Zeit für eine Spieleinheit.
Schritt
1:
Lassen
Sie Ihren Hund an der Leine auf der linken Seite
"Sitz" machen.
Zeigen Sie dem Hund ein Leckerli und führen Sie
dieses vor seiner Nase bis auf den Boden. Dabei
ziehen Sie ihn gleichzeitig etwas an der Leine zum
Boden hin und geben das Kommando: "Platz".
Sobald sich Ihr Hund hingelegt hat, loben Sie ihn
mit Sprache und geben Sie ihm sein Leckerli.
Falls Ihr Hund aufsteht um sich das Leckerli zu
schnappen, drücken Sie ihn mit einer Hand wieder in
die Sitz-Position.
Sollte der Hund sich nicht hinlegen, dann drücken
Sie (aus der Sitz-Position heraus) ihn mit der
linken Hand auf den Schultern nach unten und ziehen
ihm mit der rechten Hand langsam die Beine nach
vorne weg.
Wenn Sie den Hund gelobt haben, geben Sie ihm das
Kommando Sitz und loben Sie ihn danach wieder.
Schritt
2:
Laufen
Sie wieder mit Ihrem angeleinten Hund auf der linken
Seite mit dem Kommando: "Fuß" los und bleiben Sie
nach ca. 10 Schritten stehen.
Ziehen Sie ihn mit einem Ruck an der Leine nach
unten und geben Sie gleichzeitig das Kommando:
"Platz". Wenn er sich dann nicht gleich hinlegt,
drücken Sie mit der linken Hand zusätzlich noch
seine Schultern nach unten.
Loben Sie Ihren Hund mit Ihrer Stimmer, bevor Sie
ihn wieder Sitz machen lassen und die Übung
wiederholen.
Ziel:
Das Ziel sollte sein, dass der Hund sich mit dem
Kommando Platz in eine Ruheposition versetzen läßt
um ihn etwa anzuleinen oder zu bürsten.
nach
oben!
Komando
Fuß
Aussprache:
Das Kommando "Fuß" wird hart und kurz ausgesprochen.
Betonung auf das "u".
Ausführung:
Halten Sie sich an die unten angewandte Reihenfolge
um das Ziel am schnellsten zu erreichen. Und achten
Sie darauf den nächsten Schritt erst auszuführen,
wenn der vorherige geklappt hat. Üben Sie nie länger
als 10 Minuten, denn dann lässt die Konzentration
des Hundes nach und es ist Zeit für eine
Spieleinheit.
Sie benötigen für diese Übung zusätzlich eine ca. 5
- 10 m lange Leine.
Schritt
1:
Lassen
Sie Ihren Hund an der langen Leine auf einer großen
Wiese, einem Feld oder einem freien Platz laufen.
Laufen Sie gerade aus und schauen Sie Ihren Hund
nicht an und sprechen Sie nicht mit ihm.
Wenn er stehen bleibt, gehen Sie weiter, geht er
nach links gehen Sie nach rechts, zieht er nach
vorne, ziehen Sie nach hinten.
Machen Sie also genau das Gegenteil von dem, was Ihr
Hund gerade macht und ziehen Sie ihn, auch wenn er
keine Lust mehr hat weiter.
Des weiteren ändern Sie auch öfters Ihre Laufart:
einmal langsam, normal, schnell oder Sie rennen.
Diese Übung wiederholen Sie bei jedem Ihrer
Spaziergänge für ca. 10 Minuten. Dabei lernt Ihr
Hund sich auf Sie zu konzentrieren, denn wenn er
nicht mit Ihnen läuft bekommt er einen Ruck und Sie
ändern die Richtung.
Nach dem Ihr Hund die Übung an der langen Leine
ausführt, können Sie dies auch mit der kurzen 1m
Führleine weiterüben.
Schritt
2:
Lassen
Sie den Hund links neben Ihnen "Sitz" machen. Gehen
Sie mit der Leine in der rechten Hand und dem linken
Fuß zuerst los und geben Sie gleichzeitig das
Kommando "Fuß".
Wechseln Sie hierbei auch öfter Ihre Gangart und
loben Sie Ihren Hund wenn er auf Ihrer Kniehöhe
läuft. Prellt er vor oder hängt er nach, dann ziehen
Sie ihn mit einem kräftigen Ruck wieder zu sich und
Loben Sie ihn sobald er wieder korrekt läuft.
Schlagen Sie auch immer wieder Winkel nach links
oder rechts ein und ziehen bzw. drücken Sie ihren
Hund in die gewünschte Richtung. Dies ist vor allem
dann zu raten, wenn er unaufmerksam in der Gegend
herumschaut oder schnüffet.
Ziel:
Das Ziel sollte sein, dass der Hund mit dem Kommando
Fuß an Ihrer Seite bleibt und somit keine anderen
Personen, Fahrzeuge gefährden kann.
nach
oben!
Komando
Sitz und bleib
Aussprache:
Das Kommando "Sitz" wird ruhig und lang
ausgesprochen. Betonung auf das "i".
Ausführung:
Halten Sie sich an die unten angewandte Reihenfolge
um das Ziel am schnellsten zu erreichen. Und achten
Sie darauf den nächsten Schritt erst auszuführen,
wenn der vorherige geklappt hat. Üben Sie nie länger
als 10 Minuten, denn dann lässt die Konzentration
des Hundes nach und es ist Zeit für eine
Spieleinheit.
Voraussetzung für diese Übung ist das Beherrschen
des Kommandos "Sitz".
Schritt
1:
Lassen
Sie Ihren Hund "Sitz" machen und stellen Sie sich
vor Ihn hin.
Die Leine lassen Sie in der linken Hand und mit der
rechten Hand geben Sie ihm ein Sichtzeichen (den
Zeigefinger nach oben) während Sie immer wieder das
Kommando "Sitz" geben.
Bleibt Ihr Hund sitzen, dann können Sie 1-2 Schritte
rückwärts gehen, verharren dort einige Sekunden und
gehen dann zu ihm zurück. Stellen Sie sich auf seine
rechte Seite und loben Sie ihn.
Benutzen Sie nun einen längere Leine und dehnen Sie
die Distanz zu Ihrem Hund langsam bis auf 15
Schritte aus.
Schritt
2:
Bleibt
der Hund mit Leine auch bei einer Entfernung von 15
Schritten sitzen, dann können Sie das ganze ohne
Leine, wie oben beschrieben, einüben.
Sobald er auch das Sitzenbleiben ohne Leine erlernt
hat, geben Sie ihm das Kommando "Sitz" und gehen
Sie, ohne sich umzudrehen, geradeaus weiter. Bleiben
Sie nach einigen Schritten stehen und drehen Sie
sich zu ihm um.
Nach einigen Sekunden gehen Sie zurück, stellen sich
rechts neben ihm auf und Loben Ihren Hund.
Ziel:
Das Ziel sollte sein, dass der Hund mit dem Kommando
Sitz an einer Stelle sitzen bleibt, auch wenn Sie
nicht direkt bei ihm bleiben.
nach
oben!
Komando
Hier
Aussprache:
Das Kommando "Hier" wird ruhig und lang
ausgesprochen. Betonung auf das "ie".
Ausführung:
Halten Sie sich an die unten angewandte Reihenfolge
um das Ziel am schnellsten zu erreichen. Und achten
Sie darauf den nächsten Schritt erst auszuführen,
wenn der vorherige geklappt hat. Üben Sie nie länger
als 10 Minuten, denn dann lässt die Konzentration
des Hundes nach und es ist Zeit für eine
Spieleinheit.
Schritt
1:
Lassen
Sie Ihren Hund in einer verkehrsfreien Gegend ohne
Leine laufen.
Am besten üben Sie in einer dem Hund unbekannten
Umgebung, damit er etwas unsicher ist.
Rufen Sie ihn mit dem Kommando: "Hier" und warten
Sie kurz ob er kommt.
Wenn er nicht zu Ihnen kommt, dann verstecken Sie
sich oder laufen Sie in eine andere Richtung. Da er
sich wohl noch unsicher fühlt wird er schneller oder
langsamer zu Ihnen kommen und dann sofort mit einem
Leckerli belohnt. Achten Sie darauf, dass Sie ihrem
Hund nie nachlaufen, wenn er nicht herkommt, denn
dann haben Sie verloren - denn dann bestimmt Ihr
Hund den Weg.
Auch dürfen Sie ihn nicht ständig rufen, denn er
hört Sie sonst immer und ist sich gewiss, dass Sie
noch in der Nähe sind.
Um dem Hund nicht immer ein negatives Erlebnis zu
verpassen, sollten Sie ihn auch zu sich rufen, wenn
er nicht angeleint werden soll.
Schritt
2:
Wenn
er auf das Kommando "Hier" schnell zu Ihnen kommt,
dann nehmen Sie ein Leckerli in die Hand rufen Ihren
Hund und lassen ihn direkt vor sich Sitz machen.
Diese Übung wird für Prüfungen im Hundesport
benötigt und erleichtert Ihnen auch das Anleinen.
Ziel:
Das Ziel sollte sein, dass der Hund aus allen Lagen
mit dem Kommando Hier schnell zu Ihnen kommt.
nach
oben!
Komando
Platz und bleib
Aussprache:
Das Kommando "Platz bleib" wird ruhig und lang
ausgesprochen. Betonung auf das "a".
Ausführung:
Halten Sie sich an die unten angewandte Reihenfolge
um das Ziel am schnellsten zu erreichen. Und achten
Sie darauf den nächsten Schritt erst auszuführen,
wenn der vorherige geklappt hat. Üben Sie nie länger
als 10 Minuten, denn dann lässt die Konzentration
des Hundes nach und es ist Zeit für eine
Spieleinheit.
Schritt
1:
Wenn
der Hund sicher Platz macht, halten Sie mit
gestrecktem Arm die offene Handfläche vor ihn und
entfernen sich mit dem Hörzeichen "bleib" langsam
rückwärtsgehend 1-2 Schritte.
Dabei fordern Sie den Hund mit sanfter Stimmer auf,
liegen zu bleiben und loben Sie ihn.
Wichtig: Will der Hund zu ihnen kommen, sagen Sie
schnell mit drohender Stimme NEIN. Hilft das nicht,
ein hartes NEIN wiederholen, den Hund in seine
Platzposition zurückbringen und die Übung
wiederholen.
Beginnen Sie mit einigen Sekunden und erweitern Sie
die Wartzeit bis auf zwei Minuten.
Ihre
Entfernung zum Hund weiten Sie allmählich von 2 auf
30 Schritte aus.
Gehen Sie zu ihm zurück und loben Sie ihn mit einem
Leckerli.
Schritt
2:
Wenn
Ihr Hund längere Zeit liegen bleibt, gehen Sie
wieder zu ihm zurück und entfernen Sie sich wieder
von ihm. Nachdem Sie sich einige Male zum Hund hin
und wieder weg bewegt haben können Sie ihn mit dem
Rufzeichen "HIER" zu sich holen.
Rufen Sie den Hund am Anfang nicht zu sich, denn er
bleibt sonst nicht mehr länger liegen.
Ziel:
Das Ziel sollte sein, dass der Hund mit dem Kommando
Platz überall liegen bleibt und so keine Gefahr für
andere Hunde, Wild oder den Straßenverkehr darst
nach
oben!
Welpenschule
Stubenrein, das muss
sein
Um den
Welpen daran zu gewöhnen seine Erleichterung nicht
immer auf Ihrem Wohnzimmerteppich zu verrichten,
müssen Sie ihn zur Stubenreinheit erziehen.
Dabei sollten Sie beachten, dass Ihr Welpe vor allem
nach dem Fressen, Trinken, Spielen oder Aufwachen
seine Geschäfte verrichtet. Sobald der Hund am Boden
schnüffelt, heben Sie ihn schnell auf eine Lage
Zeitungen und warten bis er sich erleichtert. Loben
Sie ihn dabei kräftig.
Verlagern Sie diese Zeitung immer weiter in Richtung
"Hinaus", bis Sie den Welpen dazu bringen im Garten
seine Notdurft zu machen. Wenn Sie den Hund loben
oder belohnen, sobald er draussen fertig ist, wird
er sich recht schnell daran gewöhnen und, sobald er
wieder muss, schon in Richtung Tür gehen.
Ermöglichen Sie ihm auf jedenfall, rechtzeitig
hinaus zu gehen.
Da Hunde nur ungern ihr eigenes zu Hause beschmutzen
wird er sehr schnell lernen auf den Gartenauslauf
oder den Spaziergang zu warten um sich zu
erleichtern.
Beim Kauen nicht
hauen
Welpen
haben, teilweise durch den Zahnwechsel bedingt, das
ständige Bedürfnis an allen möglichen Gegenständen
z.B. Schuhen, Möbeln, etc. zu kauen.
Dies ist ein ganz natürliches Verhalten, was nicht
bestraft werden sollte; vielmehr müssen Sie dem Hund
genügend alternative Kauartikel bereitstellen
(Knochen, Spielzeug,...) und ihm das Kauen an IHREN
Gegenständen unangenehm machen.
Hierzu sprühen Sie alle Sachen, die von Ihrem Hund
angeknabbert werden mit einer speziellen, bitteren
und ungiftigen Substanz ein - damit verlieren die
Objekte jeden Reiz des bekaut werdens.
Betteln verboten
Das
Betteln um Futter ist besonders dann lästig, wenn
Sie selbst am Essen sind oder Besuch haben.
Deshalb sollten Sie Ihren Hund dann auch etwas zum
Fressen geben, wenn Sie selbst essen. Stellen Sie
den Napf aber so weit es geht weg von Ihrem Tisch.
Ist das mit den gleichen Essenszeiten nicht zu
vereinbaren, so sollten Sie ihm auf keinen Fall
etwas vom Tisch geben, sondern den Hund mit
Spielzeug beschäftigen oder, falls er bereits die
Kommandos "Sitz" oder "Platz" kennt, diesen
sitzender oder liegender Weise vom Tisch vernhalten.
Bellen und andere
Lautäußerungen
Wenn
Ihr Hund bellt, will er Ihre Aufmerksamkeit erregen,
Sie beschützen oder spielen. Sie sollten sein
Gebelle aber kontrollieren können, um eine unnötige
Lärmbelästigung der Nachbarn zu verhindern.
Sobald der Hund bellt, geben Sie ihm das Kommando
"Gib laut!", reicht Ihnen das Bellen, so beruhigen
Sie ihn mit einem sanften "Ruhig!" oder einem
"Nein!". So lernt der Hund auf Ihr Kommando ruhig zu
sein oder zu Bellen.
Wenn Ihr Hund heult, dann tut er dies entweder aus
Einsamkeit oder Langeweile. Ist es die Langeweile
geben Sie ihm einfach ein Spielzeug oder
beschäftigen Sie sich mit ihm. Beim Heulen aus
Einsamkeit (wenn niemand zu Hause ist) hilft in
schlimmen Fällen ein angelassenes Radio - Sie
sollten dies aber nicht zu Gewohnheit werden lassen,
sonst gibt er ohne sein Radio keine Ruhe mehr.
nach oben!
Unarten
So beginnen die meisten Klagelieder derer, die sich
hilfesuchend an uns wenden. Die Rede ist also von
den Unarten vieler Hunde und deren Bewältigung. Nach
meiner Erfahrung aus den Grunderziehungskursen, die
der Tierschutzverein ja anbietet, liegt die
Hauptursache für "Fehler", die der Hund macht, bei
den Besitzern. Es wird zuviel menschlich erzogen und
nicht hundgemäß. Menschen kann man etwas erklären,
bei ihnen kann man auf Einsicht bauen, von ihnen
kann man erwarten, dass sie Entgegenkommen
honorieren, bei Hunden nicht. Die ererbte
Verhaltensweise sieht autoritäre Erziehung vor. Der
Rudelführer bestimmt und die Rangniedrigeren richten
sich danach. Je einfacher, eindeutiger und
konsequenter der Hund erzogen wird, desto mehr ahmen
wir Menschen das Verhaltensmuster der Hunde nach und
werden daher auch leichter vom Hund verstanden.
Zurück zum Beispiel. Wenn ich die Klagenden frage,
ob sie denn sicher seien, dass der Hund weiß, dass
er nicht ziehen soll, ernte ich meist einen
verständnislosen Blick oder die Antwort: "ich hab's
ihm schon so oft gesagt, aber er hört einfach net!".
Also, Sie müssen sich verständlich machen! Hunde
erziehen heißt, Situationen zu schaffen, in denen
das gewünschte Verhalten gezeigt wird und wir den
Hund dafür loben können. Reden Sie nicht so viel,
sondern handeln Sie überlegt, sinnvoll, in kleinen
Schritten. Helfen Sie mit Gesten, halten Sie
Belohnungsstücke bereit, sparen Sie nicht mit Lob.
Am besten wäre es natürlich, wir würden dem Hund die
Fehler gar nicht erst anerziehen. Nachdem er
monatelang an der Flexileine ziehen durfte, ist es
nur normal, dass der Hund überzeugt ist, Sie wollen
dieses Ziehen an der Leine. Geben Sie, wenn der Hund
wieder zieht, kurz in der Leine nach, gehen Sie
einen Schritt rückwärts und der Hund kommt zurück.
Jetzt müssen Sie ihn kräftig loben, denn schließlich
ist er jetzt an Ihrer Seite. Hören Sie also endlich
auf, Ihrem Hund hinterherzulaufen. Notfalls rucken
Sie ihn zurück, aber ziehen Sie nicht, den Fehler
macht ja schon Ihr Hund.
Zum anderen Problem: Sie müssen Ihren Hund soweit im
Griff haben, dass er Ihre Autorität anerkennt. Also
Sie bestimmen, wer zuerst an der Tür steht und
Fremde begrüßt, Sie passieren vor dem Hund die
Gartentür, er darf nicht ohne ausdrückliche
Erlaubnis aus dem Auto springen und es wird nicht
mit Artgenossen ohne Ihre Zustimmung gestritten. Ein
Hund, der sich beim Anblick eines Artgenossen an Ihr
Knie drückt, hat entweder Angst und braucht Ihre
Hilfe oder er signalisiert Meideverhalten, d.h. "ich
schau nicht hin, also muss ich mich auch nicht
aufführen, weil mein Chef es ja doch nicht erlaubt".
Vergessen Sie nicht zu loben!
Nochmal: Erziehen heißt, richtiges Verhalten zu
bestätigen, unerwünschtes Verhalten zu unterbinden -
und zwar kurz und heftig, ohne jeden Kommentar und
Erklärung. Und: loben, loben, loben! Ich bin mir
bewußt, dass Hundeerziehung theoretisch leicht zu
bewältigen ist. Gelesen haben Sie alle auch schon
einiges, aber in der Praxis sieht vieles ganz anders
aus. Daher lade ich Sie ein, sich auch praktische
Anleitung beim Tierschutzverein Forchheim zu holen
(oder auch bei Hundevereinen). Alle Probleme können
wir auch nicht lösen, auch die Methode mit der
Handauflegung klappt bei uns noch nicht. Meist
kostet es Sie viel Zeit und Geduld eingeschliffene
"Fehler" Ihres Hundes wieder auszubügeln, aber der
Versuch lohnt sich.
nach oben! |